Roggen – das robuste Brotgetreide für trockene, extensive Lagen

Roggen_Anbau
Kultur
Dieses sehr robuste alte Getreide wächst bis in hohe Lagen. Geeignet sind leichte bis mittelschwere Böden mit neutralem bis saurem pH. Empfindlich ist er vor allem auf Staunässe. Im Gegensatz zu Weizen, Dinkel oder Gerste ist Roggen ein Fremdbestäuber. Er braucht darum gutes Wetter zur Blüte.

Markt

Im Vergleich zu Weizen ist die Bedeutung von Roggen als Brotgetreide in der Schweiz gering. Backwaren und Brote aus Roggen sind aber für gewisse Konsumenten besser verträglich als solche aus Weizen. Rund 70% der Inlandnachfrage ist beim Roggen gedeckt. Gerade in Grenzlagen für Weizen und extensiveren Standorten ist Roggen darum eine interessante Alternative, allerdings mit beschränktem Markt.

Anbau
Das unbespelzte Getreide wird Von Ende September bis Mitte Oktober gesät. Bezüglich Nährstoffen ist Roggen genügsam. Eine leichte Güllegabe im Frühjahr genügt. In der Fruchtfolge kann Roggen gut als zweites Getreide angebaut werden. Da Roggen stark auswuchsgefährdet ist, sollte er zeitig geerntet werden.
 
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